EEG-Neurofeedback bei Essstörungen – Training fürs Gehirn

Was ist EEG-Neurofeedback?

  • Das Gehirn sendet elektrische Signale, die per EEG gemessen werden
  • Diese Aktivität wird in Echtzeit auf einem Bildschirm sichtbar gemacht (z. B. durch einen bewegenden Ball)
  • Patient*innen lernen, ihre Hirnaktivität zu regulieren – etwa durch Visualisierung oder Konzentration

Anwendung bei Essstörungen

Studien der Universität Leipzig zeigen:

  • Essanfälle wurden um bis zu 60 % reduziert nach 10 Sitzungen
  • Verbesserungen bei Heißhunger, Selbstwahrnehmung und Körperbild
  • Besonders wirksam bei Menschen mit Binge-Eating-Störung und erhöhtem Belohnungsreiz durch Nahrung

Wie funktioniert das Training?

  • Individuell problematische Nahrungsmittel (z. B. Schokolade) werden gezeigt
  • Ziel: Aktivität im präfrontalen Kortex steigern – für bessere Impulskontrolle
  • Die Methode ist nicht-invasiv, schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen

Studienergebnisse

  • Essanfälle: ↓ ca. 60 %
  • Heißhunger: ↓ deutlich
  • EEG-Aktivität: verändert sich messbar
  • Nebenwirkungen: keine festgestellt

EEG-Neurofeedback wird oft begleitend zur Psychotherapie eingesetzt – etwa zur Unterstützung der kognitiven Verhaltenstherapie. Es eignet sich besonders für Menschen mit Impulsivitätsproblemen und gestörter Selbstregulation.