Ego-State-Therapie bei psychischem Trauma – Heilung durch innere Teamarbeit

Trauma & innere Spaltung

  • Traumatische Erlebnisse können zu einer Fragmentierung des Selbst führen
  • Es entstehen Ego States wie das verletzte Kind, der innere Kritiker, der Beschützer oder sogar Täterintrojekte
  • Diese Anteile tragen oft unverarbeitete Emotionen wie Angst, Scham oder Wut
  • Ziel der Therapie: Verständnis, Integration und Versöhnung dieser inneren Stimmen

Phasen der Ego-State-Therapie (SARI-Modell)

  • S – Safety & Stabilisation: Sicherheit schaffen, Ressourcen aktivieren
  • A – Access: Zugang zu verletzten Anteilen ermöglichen
  • R – Resolving: Traumatische Erfahrungen verarbeiten
  • I – Integration: Anteile versöhnen und ins Selbstbild integrieren

Methoden & Techniken

  • Imaginative Arbeit: Dialog mit inneren Anteilen auf der „inneren Bühne“
  • Körperorientierte Verfahren: Verbindung zu somatischen Empfindungen
  • Hypnotherapeutische Elemente: Aktivierung tieferer Bewusstseinsschichten
  • Ressourcenarbeit: Stärkung gesunder, stabiler Ego States

Beispielhafte Intervention

Der Patient spricht in einer Imaginationsübung mit seinem „verletzten inneren Kind“ und bietet Schutz, Mitgefühl und neue Perspektiven an – oft ein zutiefst heilender Moment.

Hintergrund & Studienlage

  • Entwickelt von John & Helen Watkins in den 1980er Jahren
  • Besonders wirksam bei Posttraumatischer Belastungsstörung, Dissoziation, Borderline und komplexen Traumafolgestörungen
  • Ego States werden nicht „wegtherapiert“, sondern wertgeschätzt und integriert

Wenn du möchtest, kann ich dir eine kleine Imaginationsübung zeigen oder dir helfen, Therapeut:innen in Vorarlberg zu finden, die mit Ego-State-Therapie arbeiten. Was würde dir gerade guttun – mehr innere Sicherheit oder Kontakt zu einem bestimmten Anteil?